Eintracht holt wichtigen Punkt gegen Greuther Fürth

Am vergangenen Samstag spielte Eintracht Braunschweig gegen Greuther Fürth. Es war ein bedeutendes Spiel für die Eintracht, während Fürth nichts mehr zu verlieren hatte, da der Klassenerhalt bereits gesichert war und der Aufstieg nach einer enttäuschenden Rückrunde nicht mehr möglich war.

Zur Aufstellung: Daniel Scherning tauschte trotz der schwachen Leistung gegen den HSV nur einmal. Lucoqui startete auf der linken Seite für Anton Donkor, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Die Eintracht startete gut ins Spiel und hatte bereits in der ersten Minute eine Chance. In der 12. Minute ging die Eintracht dann durch ein Tor von Helgason in Führung. Helgason hatte den Angriff selbst eingeleitet, spielte nach außen zu Rittmüller, und dieser spielte den Ball wieder zurück zu Helgason, der im Sechzehner eiskalt einschob.

Fürth versuchte schnell zu antworten, wurde aber ausgekontert. Gomez fing einen Pass ab und spielte den Ball sofort weiter in den Lauf von Philippe, der das 0:2 erzielte (15’). In der Folge hatte Fürth mehr Ballbesitz, doch Braunschweig verteidigte gut. In der 33. Minute versuchte es Tim Lemperle dann aus der Distanz. Eintracht-Keeper Hoffmann rutschte mit dem Sprungbein weg und konnte deshalb den Ball nicht mehr erreichen. Somit stand es nur noch 1:2.

Die letzte Viertelstunde war ziemlich ausgeglichen, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit erhielt Robin Krauße nach einem zu harten Einsteigen eine rote Karte. Die Eintracht spielte die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl.

Zur Halbzeit nahm Daniel Scherning mit Kaufmann einen offensiven Mittelfeldspieler heraus und brachte Niklas Tauer, der im defensiven Mittelfeld die Rolle von Robin Krauße übernahm. Fürth gab nun alles, um den Ausgleich zu erzielen, doch die Eintracht verteidigte hart. Doch irgendwann passierte es trotzdem. Nachdem die Eintracht ein wenig nach hinten gerückt war, kombinierte sich Fürth nach vorne und Robert Wagner erzielte den Ausgleich.

Braunschweig gab die Verteidigung nicht auf und wollte wenigstens noch einen Punkt mitnehmen. Doch in der 75. Minute wurde das noch unwahrscheinlicher, als Armindo Sieb das 3:2 für Fürth erzielte. Braunschweig hatte nun 15 Minuten, um in Unterzahl den Ausgleich zu erzielen. Daniel Scherning wechselte zweimal und brachte Donkor für Lucoqui sowie Florian Krüger für einen Innenverteidiger.

Tatsächlich gelang der Eintracht direkt ein guter Angriff. Helgason spielte einen präzisen Ball in den Lauf von Philippe, der aus der linken Hälfte des Sechzehners den Doppelpack erzielte. Danach hatte er Feierabend und wurde durch Jannis Nikolaou ersetzt. Die Eintracht setzte nun alles darauf, irgendwie ein Unentschieden zu erreichen, was angesichts des starken Drucks von Fürth nicht einfach war.

In der 87. Minute gab es einen Elfmeter für Fürth nach einem Foul von Ermin Bicakcic. Lemperle trat an, doch Hoffmann parierte glänzend und wurde zum Helden. Es gab jedoch noch reichlich Nachspielzeit, die Braunschweig überstehen musste. Die Löwen kämpften bis zum Schlusspfiff des Schiedsrichters Richard Hempel und sicherten sich einen wichtigen Punkt.

Dieser Punkt gibt der Eintracht eine gute Ausgangsposition für das Spiel gegen Wiesbaden. Ein Sieg in diesem Duell würde den Klassenerhalt sicherstellen, da Rostock mehr als drei Punkte hinter den Löwen liegt und sie bei einem Sieg gegen Wiesbaden unabhängig vom Ausgang ihres Spiels nicht mehr einholen können. Das direkte Duell gegen Wiesbaden ist entscheidend. Bei einem Sieg von Braunschweig wären es sechs Punkte Vorsprung, die am letzten Spieltag nicht mehr aufgeholt werden könnten. Der VFL Osnabrück, Tabellenletzter, kann die Löwen bereits nicht mehr einholen und ist bereits abgestiegen.

Den direkten Abstieg könnte man sogar bei einem Unentschieden ausschließen, wenn Rostock gegen Schalke nicht gewinnt. Der Klassenerhalt ist also nicht unwahrscheinlich und würde viele hier freuen, doch noch ist nichts geschafft. Sollte Braunschweig gegen Wiesbaden verlieren, wäre die Chance vorerst vorbei. Daher liegt der volle Fokus auf dem nächsten Spiel, das voraussichtlich sehr umkämpft sein wird, da es für beide Teams viel auf dem Spiel steht.

Bei Eintracht Braunschweig wird jedoch einer der kämpferischsten Spieler fehlen. Vize-Kapitän Robin Krauße wurde nach seiner roten Karte für zwei Spiele gesperrt und wird sowohl dieses Wochenende gegen Wiesbaden als auch am letzten Spieltag gegen Kaiserslautern fehlen. Die Alternativen sind: Niklas Tauer, Hampus Findell und Jannis Nikolaou.

Arian Schmidt Munoz (7.1)

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