Eintracht Braunschweig gewinnt verrücktes Spiel gegen Osnabrück

Am Samstag fand im Eintracht Stadion das Kellerduell zwischen Eintracht Braunschweig und dem VFL Osnabrück statt. Vor der Südkurve hing ein großes Banner der Fans “Wie sollen wir an auch glauben, wenn ihr es selbst nicht tut?”. Trotz einiger Rückschläge waren die verlässlichen Fans dennoch wieder da und unterstützten die Mannschaft. Die Mannschaft von Daniel Scherning, der bei der Eintracht zum ersten Mal an der Seitenlinie stand, fing mutig und offensiv an. Schon in den ersten Minuten hatte die Eintracht einige Torraumszenen. In der 12. Minute war der Ball dann drin. Robin Krauße brachte eine flache Flanke in die Mitte, wo Gomez schneller an den Ball kam als Gyamfi und den Ball ins Tor grätschte.

Osnabrück kam dann Stück für Stück besser in die Partie, doch die Braunschweiger standen sehr sicher. Kurz vor der Halbzeit hatten die Braunschweiger dann die Riesenchance auf das 2:0, doch der quasi alleingelassene Robin Krauße köpfte den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei. Halbzeit war dann aber immer noch nicht, es gab 6 Minuten Nachspielzeit. Als zwei davon abgelaufen waren, foulte Keeper Ron-Thorben Hoffmann den Osnabrücker Kleinhansl. Der Schiedsrichter zögerte kurz, gab dann aber Elfmeter. Mikaël Cuisance blieb cool und verwandelte. Die Eintracht steckte nicht auf und hatte noch vor der Halbzeit zwei Torchancen.

 Die zweite Halbzeit begann mit einer kniffligen Szene rund um den Ex-Braunschweiger Oumar Diakhité. Er hatte schon in der ersten Hälfte die Gelbe Karte gesehen und räumte dann noch einen Braunschweiger um. Die Braunschweiger protestierten, doch der Schiri zeigte keine zweite Gelbe Karte. Nur kurz danach gab es eine ähnliche Szene. Der ebenfalls verwarnte Mikaël Cuisance foulte Fabio Kaufmann, der auch da Gelb-RRot haben wollte. Cuisance drehte sich direkt zum Schiri um, um ihm mitzuteilen, dass er nicht viel gemacht habe. Kaufmann nutzte die Situation clever aus und schoss Cuisance ab, der durch das ungewollte Blocken einen schnell ausgeführten Freistoß verhinderte, und dadurch mit der zweiten Gelben Karte vom Platz flog.

 Die Eintracht investierte nun alles, um das Spiel in Überzahl zu gewinnen. Rittmüller tankte sich auf der rechten Seite durch und spielte den Ball in die Mitte auf Johan Gomez, der nahm die Hereingabe mit der Hacke direkt und scheiterte am Osnabrücker Keeper Lennart Grill. Der Ball landete in der Folge vor den Füßen von Anton Donkor, der abstaubte und die verdiente Führung für die Eintracht erzielte.

Die Blau-Gelben spielten weiter nach vorne, bis die Osnabrücker einmal kontern konnten und eine Ecke herausholten. Die Ecke wurde nicht gefährlich, aber Donkor bekam den Ball an die Hand. Elfmeter. Die Fans der Eintracht waren damit überhaupt nicht zufrieden, doch der Elfmeter war drin und Osnabrück hatte in der 87. Minute den Ausgleich erzielt. Die Länge der Nachspielzeit, die sieben Minuten betragen sollte, brachte nochmal Hoffnung. Die Mannschaft kombinierte sich nach vorne, doch der Eingewechselte Ihorst konnte den Ball nicht kontrollieren, trotzdem gab es Eckball. Dieser wurde sehr gefährlich. Nachdem Wiebe den Ball nochmal scharf machte, köpfte Decarli den Ball in die Arme von Grill. Noch war es aber nicht vorbei, die Eintracht hatte noch einen langen Einwurf, und tatsächlich, der Ball landete im Tor. Ermin Bicakcic hatte mit seinem Tor in der 98. Minute das Stadion zum Explodieren gebracht! Die Freude blieb allerdings nicht so lange. Der Video-Assistent meldete sich. Fünf Minuten lang wurde das Tor gecheckt, doch nach den fünf Minuten gab der Schiri nicht nur das Tor, sondern pfiff das Spiel direkt ab!

Arian Schmidt Munoz (7.1)

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