Saudi-Arabien und die Transferoffensive

In letzter Zeit geht in Saudi-Arabien ein neues Kapitel los, immer mehr Stars wechselten in die Wüste. Los ging das Ganze im vergangenen Jahr nach der WM. Al-Nassr schaffte es den vereinslosen Cristiano Ronaldo zu verpflichten. Viel Kritik kam auf ihn zu. “Keine Fußballkultur, nur Geld”, dieser Satz vertritt die Meinung von sehr vielen Menschen. Ronaldo ließ sich davon nicht beirren, schon in Zeiten, als er noch der einzige Weltstar in Saudi-Arabien war, erzählte er davon, dass die Saudi Professional League in den nächsten Jahren zu einer der besten Fußballligen der Welt werden würde. Auch Lionel Messi bekam ein Angebot aus der Saudi-pro-League, allerdings nicht von Al-Nassr, sondern vom Liga Konkurrenten Al-Hilal. Dieses lehnte er aber aus familiären Gründen ab. Im Sommer darauf sah man, wie viel Geld und der Antrieb eines absoluten Weltstars bewirken kann. Immer mehr Stars wurden nach Arabien gelotst, vor allem ältere Spieler, die den größeren Teil ihrer Karriere schon hinter sich haben. Doch dann wurde es noch krasser, auch junge Talente, die möglicherweise eine riesige Karriere vor sich haben könnten, ließen sich vom Geld überzeugen. Auch Toni Kroos, Spieler von Real Madrid und früherer Nationalspieler und Weltmeister mit Deutschland (106 Länderspiele), äußerte sich so: “Wenn alte Spieler wie Karim Benzema oder Cristiano Ronaldo, die schon alles erreicht haben, dort hingehen, finde ich das in Ordnung, wenn ich dann aber die jungen Talente sehe, die noch so viel erreichen könnten, dann bin ich da kein Fan von”. In seinem Podcast “Einfach mal Luppen” stellte er auch klar, er würde dort nicht hingehen.

 

Viele anderen Profis sehen das offensichtlich anders, z.B. Karim Benzema, N’Golo Kanté, Fabinho, Sadio Mané, Marcelo Brozovic, Aymerick Laporte, und Weltstar Neymar und viele, viele mehr wechselten in die Saudi Pro League. Toni Kroos meinte aber vor allem das spanische Supertalent Gabri Veiga (21).

 

Ich bin gespannt, wie sich das dort entwickelt. Immer mehr Spieler verlassen die Welt des europäischen Fußballs, was logischerweise als Folge hat, dass sie keine Championsleague mehr spielen können. Trotzdem gibt es einen Wettbewerb, in dem sie gegen die besten europäischen Mannschaften spielen können. Auch wenn es pro Jahr nur eine aus Europa ist (der Championsleague-Sieger): Die Klub WM. Die Klub WM ist ein Wettbewerb, wo die Sieger der Kontinentalen Wettbewerbe gegeneinander antreten. In den letzten Jahren hatte da eigentlich immer die Europäische Mannschaft die Nase vorn, ob das so bleibt, werden wir sehen…

Arian Schmidt Munoz (7.1)

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