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Masih Alinejad

Masih Alinejad ist eine iranisch-amerikanische Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin. Sie ist am 11. September 1967 in Babol geboren und lebt mittlerweile in den USA. Sie befasst sich mit der Kritik der Menschen- und insbesondere Frauenrechte im Iran und wurde dafür schon oft ausgezeichnet. Aber ihre Arbeit ist auch sehr umstritten.

 

Lebenslauf:

1967: Masih Alinejad wird in einem kleinen Dorf im Iran geboren und muss schon als Kind ein Kopftuch und ein Gewand  tragen, weil ihr Vater darauf besteht.

1986: Heirat mit einem Dichter, neben ihm darf Masih Alinejad ihr Kopftuch abnehmen. 

1994:  Verhaftung im Iran, weil sie regierungskritische Flugblätter produziert hat.

2001: Beginn der journalistischen Laufbahn bei einer Tageszeitung. 

Anfang 2005: Arbeitet in einem Parlament in Teheran.

Ende 2005: Entlassung aus dem Parlament, weil ihr sexuelle Kontakte zu Parlamentsmitgliedern vorgeworfen werden. 

2007: Scheidung, Umzug nach London, seitdem Tätigkeit als Journalistin.

2008: Veröffentlichung eines kritischen Artikels, für den sie sich öffentlich entschuldigen muss. 

2009: Teilnahme an mehreren iranischen Anti-Regierungs-Protesten teil, Vorträge in San Francisco.

2010: Gründung einer eigenen Stiftung IranNeda zur Abschaffung des Schleierzwangs im Iran.

2014: Sie heiratet erneut und lebte mit ihrem Mann seitdem in New York City.

2019: Alinejad  verklagt die iranische Regierung, weil ihre Familie von dieser belästigt wurde.

2021: Geheimdienstbeamte kündigen an, eine Kritikerin der iranischen Regierung zu entführen. Es wird keine  Zielperson genannt, aber Alinejad hält sich für das Ziel. 

Seit September 2022: Alinejad unterstützt die Proteste im Iran mit ihrer Reichweite in sozialen Medien. 

 

White Wednesdays:

Die Kampagne White Wednesdays (weiße Mittwoche) ruft Frauen im Iran dazu auf, gegen die Verschleierung zu protestieren, indem sie jeden Mittwoch auf der Straße ein weißes Kopftuch tragen. Alinejad möchte dadurch die politische Bedeutung dieses Kleidungsstück in den Fokus rücken. 

 

Veröffentlichungen:

Nach der Präsidentschaftswahl im Iran 2009 veröffentlichte sie einen Roman mit dem Titel „A Green Date“.

2018 veröffentlichte sie ein Buch mit dem Titel „The wind in my hair“, das sich mit ihren Erfahrungen befasst, als sie im Iran aufwuchs 

 

Mit ihr Kontakt aufzunehmen,  ist im Iran verboten. Wer ihr Videos schickt, z.B. von Frauen, die ihr Kopftuch aus Protest ablegen, riskiert eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren. 

 

Lena Dose und Ceyda Kuyruk

 

Quellen:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Masih_Alinejad

https://www.nzz.ch/feuilleton/masih-alinejad-eine-journalistin-gegen-mullahs-und-naive-gruene-ld.1669856

https://www.stern.de/gesellschaft/proteste-im-iran–wie-masih-alinejad-gegen-den-kopftuchzwang-kaempft-32742578.html

https://iranjournal.org/news/masih-alinejad-erhaelt-preis-fuer-zivilcourage

https://www.emma.de/artikel/sie-war-die-erste-335645

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